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Flugsportclub Ikarus Abtenau


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Flugsportclub Ikarus Abtenau

Bilder zu diesem Bericht sind unter Bilder: "Dune de Pyla 2001" zu finden

Auch im Jahr 2001 hat der Club Ikarus wieder einen Clubausflug veranstaltet. Dieses Jahr ging es wieder einmal nach Frankreich an "die Düne". Die Anfahrt erfolgte in privaten Fahrgemeinschaften und über verschiedene Routen. Der Routenplaner schlägt allerdings als kürzeste Strecke folgende vor: Salzburg - München - Stuttgart - Paris - Orléans - Bordeaux - Pyla sur Mer. Die Fahrtzeit beträgt ca. 16 Stunden, die Strecke ist größtenteils Autobahn und so muss in Frankreich mit einer Maut in Höhe von ca. ATS 800,00 gerechnet werden. Unser Lager schlugen wir am Campingplatz "Le petit Nice" auf, wo man sich für ca. ATS 2.000,00 kleine Bungalows mieten kann, die 4 - 6 Personen Platz bieten und sogar mit einer kleinen Küche ausgestattet sind.

Nach langer und vom Stau zwischen Paris und Bordeaux gekennzeichneter Fahrt und einem kleinen Malheur unseres Präsidenten konnten wir gleich am ersten Tag den französischen Regen genießen. Die Jungen kamen bereits am Nachmittag an und Martin (Frilla) wollte gleich zu Beginn die Wassertauglichkeit seines Genesis unter Beweis stellen. Der Schirm fühlte sich im Wasser scheinbar nicht so wohl wie in der Luft und löste sich in seine Einzelteile auf. Zutiefst betrübt über den tragischen Verlust seines Partners, hängte sich der zweite Genesis nur wenige Stunden später am erstbesten Baum am Startplatz auf. Trotz verzweifelter Rettungsversuche musste auch dieser alte Gefährte zu Grabe getragen werden. Zum Glück hatten wir für diesen Fall schon vorgesorgt und mit Ersatzschirmen konnte dann doch noch bis fast 22:00 Uhr geflogen werden. Todmüde aber glücklich fielen wir um 23:00 Uhr in die Betten.

Am nächsten Morgen (Sonntag) lachte die Sonne vom strahlend blauen Himmel und auch ein angenehmes Lüftchen wehte. Also - auf zum Strand Burschen!! In der Eile vergaß manch einer, sich noch ein wenig vor der Sonne zu schützen, aber rote Beine sind ja auch ganz schön und mit einer rot leuchtenden Nase kann man auch nächtens noch ohne Licht etwas sehen. Martin Rettenbacher hatte einen beschleunigten Totalzerstörer und landete doch ziemlich unsanft auf seinem Allerwertesten. Doch - Protektor sei Dank - ihm ist nichts passiert! Auch der zweite Martin wollte eine kleine Performance liefern, angespornt vom Anblick der leichtbekleideten Damen am Strand übersah er den Vize und schlug nach einem Negativ am Strand ein. Sehr beeindruckend! Ging aber auch glimpflich aus und zumindest für ein paar Minuten hatte die Damenwelt ihre heilige Ruhe vor dem fliegenden Casanova. Den Abend ließen wir in der Disco des benachbarten Campingplatzes ausklingen. Leider bekamen wir außer nackten Männern, die am Tisch tanzten und einem uralt Anmachspruch von Frilla (wer denn sonst???) nicht viel geboten "Jetzt kennen wir uns schon solange (also ganze 2 Minuten) und du hast mir noch immer nicht deinen Namen verraten!" Ging natürlich erbärmlich in die Hose!

Der Montag bot wieder ein hervorragendes Wetter und auch den richtigen Wind zum Fliegen (fast schon wieder ein bisschen zuviel!). Also gleich nach dem Frühstück um 11:00 zur Düne. Es schien ein schöner Tag zu werden. Der Vize und der Präsident versuchten sich im Tandemfliegen - nähere Details seien hier nicht genannt, wir bitten um Bildung eines eigenen Urteils anhand des Videos von Rudi Rettenbacher. Am Abend gewann Roli eine gratis Hubschrauberflug, da er beim Landen einen Betonbunker touchierte. Diesem Aufprall war sein Fersenbein leider nicht gewachsen. Nach dem Essen und einem Besuch im Krankenhaus bei Roli durch den Präsident und den Vize suchten wir noch die Campingplatz Disco heim und bewiesen einmal mehr die österreichische Trinkkraft und zeigten den anderen Urlaubern, wie man richtig den Tag ausklingen lässt. Andi Pranieß, der schon in der Disco einige Male kurz einschlief, musste die Nacht in einem anderen Container verbringen, da ihn seine Zimmergenossen kurzerhand aussperrten ("Der Besoffene braucht nicht bei uns schlafen!").

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag waren dann leider ein wenig verregnet und teilweise auch sehr stürmisch. Das tat aber der Stimmung keinen Abbruch und am Donnerstag wollte man es dann einfach nicht mehr glauben und so wurde direkt am Meer, wo der Wind nur mit 35 km/h blies dann auch geflogen. Allerdings nur kurz, da manchmal doch Spitzen über 40 km/h am Strand durchgriffen. Eine davon erwischte Martin Rettenbacher, der Bonanza wurde die Düne 50 Meter hinauf in einen Baum befördert. Vom Baum befreit wurde er dann in einer feierlichen Zeremonie gemeinsam in Fetzten gerissen und dem Mülleimer übergeben.

Am Freitag lachte dann wieder die Sonne vom Himmel und der Wind war etwas stark aber fliegbar. Im Laufe des Tages wurde er dann auch immer schwächer, sodaß man die Bremsen immer mehr einsetzen musste. Gar nicht mehr steigen wollte offenbar der Schirm von Rudi mit dem Frilla daran. Er schlug 5 m vor uns aufgrund eines Fullstalls mit dem Gesicht voran ein. Den Sand wieder aus dem Mund und dem Gesicht entfernt startete er dann auch gleich wieder. Allein ein Drachen machte uns etwas Probleme, offensichtlich etwas schwach mit den Augen pflügte er schon 2 Minuten nach dem Start durch den Pulk von Paragleitern, Entfernung zu den flüchtenden Schirmen zwischen 2 Metern und 20 Zentimetern, verhang sich dann aber zum Glück in seiner zweiten Kurve in einem Lenkdrachen und machte aus 10 Metern Höhe einen etwas unsanften Abgang auf die Hinterseite der Düne. Ein lauter Knall aber nichts passiert. Am Abend gab es Spaghetti Alio Olio, und so suchten wir dann auch die Disco heim.

Am Samstag herrschte dann Rückenwind, woraufhin die Hälfte der Mannschaft beschloss mit dem aus dem Krankenhaus befreiten Roli das Weite zu suchen. Der Rest der Mannschaft (Präsidenten, Hinterberger, Hauser und Anhang) harrte noch bis zum späten Nachmittag aus. Um 16:00 Uhr drehte dann auch der Wind und es wurde noch einmal ausgiebig bis 19:00 Uhr geflogen. Die Heimfahrt gestaltete sich diesmal problemlos und so wurde am Sonntag schon wieder auf der Tagweide topgelandet.



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