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Flugsportclub Ikarus Abtenau


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Flugsportclub Ikarus Abtenau
Castellucio 2003

Vom 20. – 27. September war ein Großteil unserer jungen Flieger in Castellucio (Umbrien – I). Herrliches Wetter und beste Flugbedingungen erwarteten sie. Ging es die ersten Tage bei kaum merkbaren Höhenwinden hauptsächlich thermisch, so war die zweite Wochenhälfte vom Soaren in dynamischen Aufwinden geprägt. Alles hatte seine Reize. Die Berge bzw. Hügel um den kleinen aber feinen Ort Castellucio sind zwischen 100 und 1.500 m. hoch, der höchste Berg erreicht eine Höhe von etwas mehr als 2.400 m. Für Piloten mit wenig Angst vor langen Fußmärschen bot sich die Gelegenheit, kleinere Streckenflüge in der Hochebene zu unternehmen. Der Rest versuchte mit waghalsigen Akrobatikfiguren die oft spielerisch gewonnene Flughöhe zu vernichten.

Besonders die sanften Hügel mit dem weichen Gras und der stetig gleich ansteigenden Hangneigung forderten den Übermut der Piloten geradezu heraus. Waren am ersten Tag nur wenige Gleitschirme bei Wing Overn knapp über Grund zu beobachten, mußte man am letzten Tag schon Ausschau halten, um Piloten mit weniger als 90 % Schräglage zu Gesicht zu bekommen. Obwohl der Verbrauch an Gleitschirmen dieses Mal mit ein paar Leinenrissen sehr bescheiden ausfiel, stieg die Pro Kopf Benützung der Protektoren aufgrund der zum Teil schlecht kalkulierten Hangnähe rapide an. Schmerzen im Gesäßbereich und aufgerissene Gurtzeuge gehörten zur Tagesordnung.

Einzig der nächtlichen Ruhe der Region konnten nicht einmal die Ikarusse entgegentreten. So schließen die sehr spärlich angesiedelten Lokale bereits zu früher Stunde und die Auswahl an kontaktfreudigen Schönheiten dieses für seine temperamentvollen Grazien bekannten südlichen Staates erwies sich als eher unterdimensioniert. Glücklicherweise raubten die Tage mit bis zu 5 Flugstunden aber selbst den ausdauerndsten Piloten die Kräfte und ließen so das Fehlen dieser Grundvoraussetzung für einen Urlaub im Süden vergessen. Den ganz Traurigen bot sich bei den täglich bis in die frühen Morgenstunden abgehaltenen Privatpartys auf Zimmer 14 immer noch der Griff zur Bierdose.

Alles in Allem ein toller Urlaub. Vom nur wenige Zentimeter über dem Boden fliegen, soaren mit bis zu 4 m/sek., Flügen durch und entlang der Wolken bis zu entspannendem Abgleiten ins Abendrot war alles geboten. Die Betreuung durch das Team um Harti Gföllner funktionierte einwandfrei und auch der Zusammenhalt der Gruppe war über die ganze Woche gegeben.

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Ikarusse wieder in Castellucio eintreffen.
Bilder gibt es in der Ikarus Bilderdatenbank
und auf der Homepage von Andi Putz: www.paragleiteronline.at.tf





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